Extraklasse-Mitarbeiter ticken anders I

Zugpferde gallopieren anders

Angesichts der demografischen Entwicklung und des vorgehergesagten Fachkräftemangels bleibt es nicht aus, sich mit den Themen Mitarbeiterbindung und -entwicklung zu befassen. Die besten Mitarbeiter – ihre Zugpferde im Unternehmen – zu halten heisst die Losung.  Zugpferde – meist um die 20% Ihrer Mitarbeiterschaft – machen 80% ihres Umsatzes,  erledigen 80% aller Aufgaben zuverlässig, suchen selbständig neue Weidebestände und sind den anderen Mitarbeitern in der Regel meilenweit voraus. Was zeichnet diese Extraklasse-Mitarbeiter aus? Grundsätzlich gibt es keine schlechten Mitarbeiter, sondern nur ungeeignete.  Hier gilt es die individuellen Eigenschaften und Unterschiede bewusst zu machen und zu beachten. Wenn Sie wissen wie ihr Mitarbeiter tickt, können sie ihn an der langen Leine laufen lassen.

Sieben Faktoren an denen Sie Extraklasse-Mitarbeiter erkennen.

  • Selbstsicherheit
  • Eigenständigkeit
  • Anpassungsfähigkeit
  • Optimismus
  • Entscheidungsstärke
  • Objektives Urteilsvermögen
  • Lernstil

Lesen Sie die ersten 3 Faktoren, an denen Extraklasse-Mitarbeiter erkannt werden können

Dem Chef nicht nach dem Mund reden

Die Ausprägung der Selbstsicherheit bedeutet hier, dem Chef nicht nach dem Mund zu reden, das Fähnchen nicht in den Wind zu hängen, sondern auf gleicher Ebene mitzu“denken“, mitzu“handeln“ und Ver“antwort“ung zu übernehmen. Diese Mitarbeiter stellen Fragen und lassen sich Fragen nicht verbieten. Sie wollen informiert sein, den einen reicht ein Überblick und anderen ist das Detail wichtig.

Vergleich Skala Selbstsicherheit

Im Beispielbild ist der Grad der Durchsetzungsfähigkeit gegenüber anderen von beiden Personen sehr ausgeprägt und kann zu Frust und Schwierigkeiten führen. Beide suchen eher die Selbstbehauptung als dass sie den Ideen von anderen folgen. Je nach Ziel kann dies positive oder negative wirkungen haben. In meiner Praxis habe ich die Erfahrung gemacht, dass diese Mitarbeiter auch unbequem sein können, denn sie sind keine Befehlsempfänger – was ansich nicht schlecht ist. Für den Chef nicht immer angenehm, sondern durchaus herausfordernd. Gerade in Familienunternehmen.

Lenkbar oder unabhängig

Eigenständigkeit bedeutet unabhängig Arbeiten. Eigenständig Aufgaben lösen, Projekte abwickeln, nach Lösungen suchen. Diese Mitarbeiter setzen sich eigene Ziele, planen diese und verfolgen die Umsetzung. Je nach Ausprägung lässt sich dieser Mitarbeiter nach der Probezeit nicht so leicht lenken, wie dies bei der Einstellung den Anschein hatte. Oder wie ein Vorgesetzter dies erwartet. Hier liegen auch Chancen für eine Selbständigkeit.

Teamarbeiter oder Einzelkämpfer

Anpassungsfähigkeit, wie kann sich der Mitarbeiter in die neue Abteilung einfügen? Wie wird er sich an neue betriebliche Situationen anpassen? Wie wird er auf Kundenanforderungen reagieren, mit heiklen Angelegenheiten umgehen? Je nach Skalenwert sehen wir schon zu Beginn, ob der Mitarbeiter eher im Team arbeitet oder ob er eher der Einzelkämpfer ist.

In Kürze gehts weiter mit den wichtigen Faktoren zur Auswahl von Extraklasse-Mitarbeitern.

Herzlichst Ihre
Roswitha Gronemann

Über Roswitha Gronemann

Business-Coach und Geschäftsführerin der ProService Coaching & Consulting in Ilshofen bei Schwäbisch Hall. Mit Strategie und Herz den Unternehmenserfolg steuern, Mitarbeiter entwickeln und führen, TOP-Gewinne realisieren, dabei Werte erhalten und Nutzen generieren.
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