Kann denn Vielfalt Sünde sein?

Kann denn Vielfalt Sünde sein?
Ein Beitrag zur Blogparade von Dagmar von Consolati

Definitiv NEIN und JA. Aus meiner Sicht.

Die unglaubliche Vielfalt als auch die vielen Wahlmöglichkeiten sind für einen Teil der Selbständigen und Unternehmen ein Segen. Für die meisten werden sie mehr und mehr zum Verhängnis.

In der Natur finden wir eine unendliche Vielfalt an Pflanzen, Tieren, Lebewesen. Und – die Natur ist immer Erfolgreich. Um in der Natur sichtbar zu sein, ist es jedoch wichtig, mit dem zu glänzen, was man am Besten kann. Ein Apfelbaum produziert Äpfeln, ein Birnbaum eben Birnen. Innerhalb der Sorte, gibt es wiederum eine Vielfalt. Wenn Sorten miteinander verschnitten werden, entstehen neue Sorten. Doch ein Apfelbaum käme nie auf die Idee Birnen produzieren zu wollen.

In Studien zur Vielfalt bei McKinsey und Roland Berger sind die Unternehmen am Erfolgreichsten, welche die Vielfalt ihrer Mitarbeiter pflegen und Mitarbeiter mit den unterschiedlichsten Kompetenzen und Lebenshintergründen einstellen. Es wird auf die Förderung von Mitarbeitern mit verschiedenen Ausbildungs- und Wissenshintergründen gesetzt, um vielfältige Kompetenzen in gemischten Teams global einsetzen zu können.

Im Beruflichen und bei Unternehmen gibt es eine unendliche Vielfalt an Arten, Methoden, Einstellungen, Produkten und Menschen, die zum Erfolg beitragen. Doch bei Klein- und Mittelständischen Unternehmen und besonders bei Einzelpersonen führt erst die Kombination ganz individueller Stärken, Beziehungen und Fähigkeiten zu einem unverwechselbaren Profil. Dabei erscheint es mir wichtig, das was man kann und will, (Profil mit Ziel) in Einklang zu bringen, mit dem was der Markt benötigt (Engpass-Lösung), will (Nachfrage) oder wollen könnte (Vision).

Das heißt für mich, die Kombination aus dem was gelernt wurde, aus den Erfahrungen, dem Umfeld, den Beziehungen, ergeben ein ganz spezielles Stärken-Profil, das es gilt, zu Markte zu tragen. Daraus eine Spitzenleistung für bestimmte Gruppen oder ganz bestimmte Menschen zu entwickeln, in dem man sich an deren brennendstem Problem oder dem größten – manchmal auch dem heimlichen – Wunsch orientiert, wird von Prof. Wolfgang Mewes und vielen seiner Anhänger in der EKS®* engpasskonzentrierten Strategie gelehrt. Hier die Prinzipien der Lehre:

1. EKS-Prinzip: Spezialisieren statt verzetteln
2. EKS-Prinzip: auf das Kernproblem konzentrieren
3. EKS-Prinzip: den Engpass erkennen und beseitigen – interne Engpässe vor externen
4. EKS-Prinzip: den Nutzen für andere maximieren – Nutzen- vor Gewinnmaximierung

Dazu kommt noch das ICH WILL. Dies ist aus meiner heutigen Sicht das wichtigste Kriterium – die Motivation und das ZIEL. Wer weiß, warum er wo er hin will, dem kommt vieles entgegen. Das ist zumindest meine Erfahrung. In dem Moment, als ich klar wusste was ich will, ist mir auf meinem Weg dorthin vieles entgegengekommen.

„Wenn das Innere vorbereitet ist, geschieht das Äußere von selbst.“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Und Ja – Vielfalt ist keine Sünde. In meine Beratungs- und Coachingpraxis kommen oft  Unternehmen und Kunden mit ganz vielfältigen Lebensläufen, Stärken und Erfahrungen.  Aus dieser Vielfalt die Einzigartigkeit herauszufiltern ist ein bisschen wie Miss Marple zu sein, um diese Besonderheiten als Ganzen zu einem Puzzle zusammenzufügen.

Konzentration und Fokussierung scheinen die Zauberworte, um die Begleiterscheinungen zu beseitigen, die die Komplexität unserer Berufswelt mit sich bringt. Wer fokussiert ist, wird nicht zum Spielball der Kunden und Medien. Er nutzt vielmehr die Kräfte der Umwelt, zum Beispiel durch Kooperation, um selbst besser voranzukommen. Die gleiche Energie, die andere in die Verzettelung und in den Burnout treibt, wird für die Fokussierten und Konzentrierten zum besten Verbündeten.

Diamant©apttone - Fotolia.comDazu fällt mir noch das Stichwort Diamant ein: ein Diamant hat ja auch nicht nur eine Seite, er hat viele Seiten. Doch er muss geschliffen und poliert werden, um zu glänzen, sonst ist es nur ein Klumpen Stein. Die unterschiedlichen Facetten des Diamanten herauszuarbeite, auf den Punkt zu bringen und dann die  erfolgversprechendste Markt-Strategie zu verfolgen, ist eine Lebensaufgabe.
Dazu empfehle ich auch den Beitrag von Monika Birkner auf Unternehmer.de Konzentration auf das Wesentliche.

„Nicht alles, was man gut macht, macht man auch gerne. Aber was man gerne macht, macht man auch gut“ Richard Nelson Bolles

Auch ich übe mich täglich an der Konzentration auf die wesentlichen Dinge in meinem beruflichen Leben. Als optionaler Mensch liebe ich es Neues zu lernen und wieder eine Facette von mir ins Lebenspiel  einzubringen. Alles miteinander zu verbinden – es gelingt mir täglich  besser und besser….

EKS®* Die Rechte wurden gekauft von Malik Management-Institut St. Gallen

Über Roswitha Gronemann

Business-Coach und Geschäftsführerin der ProService Coaching & Consulting in Ilshofen bei Schwäbisch Hall. Mit Strategie und Herz den Unternehmenserfolg steuern, Mitarbeiter entwickeln und führen, TOP-Gewinne realisieren, dabei Werte erhalten und Nutzen generieren.
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